Diaspora-Fonds: Wenn Zugehörigkeit zur Anlageklasse wird. Jährlich überweisen Migrant:innen weltweit über 600 Milliarden US-Dollar in ihre Herkunftslä …

Diaspora-Fonds: Wenn Zugehörigkeit zur Anlageklasse wird.
Jährlich überweisen Migrant:innen weltweit über 600 Milliarden US-Dollar in ihre Herkunftsländer – meist als stille, informelle Entwicklungshilfe. Doch was wäre, wenn aus diesen privaten Geldflüssen ein professioneller, transparenter Investitionsfonds würde?
Wir werfen einen Blick auf Diaspora-Fonds als Finanzinstrument der Zukunft – zwischen Vertrauen, Wirkung und Skalierbarkeit. Mit Beispielen aus Kenia, Ghana, Senegal und der Welt des informellen Kreditwesens.
Warum emotionale Rendite nicht naiv ist.
Wie man einen Diaspora-Fonds strukturiert.
Und was die „Bank des Vertrauens“ mit Finanzinnovation zu tun hat.

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Weil zu Hause niemand behandelt In vielen Ländern Afrikas bedeutet krank sein: warten, hoffen, fliegen. Wer es sich leisten kann, reist für Operatione …

Weil zu Hause niemand behandelt
In vielen Ländern Afrikas bedeutet krank sein: warten, hoffen, fliegen. Wer es sich leisten kann, reist für Operationen oder Diagnosen ins Ausland – weil im eigenen Land oft die Infrastruktur fehlt. Ein neuer Schulterschluss zwischen der indischen Plattform Healthtrip und der Satguru Travel Group professionalisiert genau diesen Weg.
Das ist effizient. Aber auch ein stilles Eingeständnis politischer und struktureller Versäumnisse. Medizintourismus füllt die Lücke – dort, wo eigentlich funktionierende Versorgungssysteme stehen sollten.
Warum der globale Gesundheitsmarkt neu gedacht werden muss – und wo Investitionen im ländlichen Afrika wirklich etwas verändern könnten.
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Digitale Landwirtschaft in Afrika – mehr als nur ein Wachstumsmarkt Afrikas Agrarsektor könnte jährlich über 22 Milliarden US-Dollar zusätzlich erwirt …

Digitale Landwirtschaft in Afrika – mehr als nur ein Wachstumsmarkt
Afrikas Agrarsektor könnte jährlich über 22 Milliarden US-Dollar zusätzlich erwirtschaften – wenn digitale Lösungen, Bildung, faire Handelsbedingungen und neue Finanzierungsmodelle endlich zusammenspielen.
Start-ups wie Hello Tractor oder Sesi Technologies zeigen, wie smarte Ideen Ernten retten, Einkommen sichern und Wertschöpfung auf dem Kontinent halten. Doch es braucht mehr: Community-basierte Fonds, Diaspora-Kapital, Ausbildungsoffensiven – und einen politischen Willen, Handelsbarrieren zu überwinden.
Was möglich ist, wenn Innovation auf lokale Stärke trifft – jetzt im Artikel:
 „22 Billion – And Everything Else at Stake“

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Kredite als geopolitisches Machtmittel? Wer heute im Globalen Süden investiert, verhandelt nicht nur über Zinsen – sondern über Einfluss. USA vs. Chin …

Kredite als geopolitisches Machtmittel?
Wer heute im Globalen Süden investiert, verhandelt nicht nur über Zinsen – sondern über Einfluss.
USA vs. China: Der eine nutzt den IWF, der andere die Seidenstraße. Beide vergeben Milliarden – und sichern sich damit politischen Spielraum.
Argentinien, Kenia, Ghana: Schulden werden zum strategischen Hebel.
Europa? Redet viel über Global Gateway, hat 300 Mrd. Euro angekündigt – aber wo bleibt die konkrete Wirkung?
Kredite sind heute keine neutrale Hilfe mehr, sondern geopolitisches Kalkül. Wer gibt, will gestalten. Wer nimmt, muss abwägen.
Und jetzt mal ehrlich, Europa: Was tun wir eigentlich – außer PowerPoint-Präsentationen?
Wo sind die sichtbaren Projekte, die echten Alternativen, das strategische Handeln?
Diskutieren wir.
Geopolitik Glob

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Afrika will 300 Millionen Menschen mit sauberer Energie versorgen – und setzt dafür auf einen 40-Milliarden-Dollar-Fonds. Was nach Elektrifizierung kl …

Afrika will 300 Millionen Menschen mit sauberer Energie versorgen – und setzt dafür auf einen 40-Milliarden-Dollar-Fonds.
Was nach Elektrifizierung klingt, hat einen oft vergessenen Schwerpunkt: sauberes Kochen.
900 Millionen Menschen kochen noch mit Holz und Holzkohle – mit dramatischen Folgen für Gesundheit, Klima und Gleichstellung.
Jetzt könnte sich das ändern.
Warum Clean Cooking mehr als nur ein Randthema ist – und welche Länder vorangehen, steht im aktuellen Überblick zur afrikanischen Energiewende:
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Afrika im Fokus – neue Chancen für eine wirtschaftsnahe Entwicklungszusammenarbeit? Gute Ansätze, aber einige bittere Pillen: Der Koalitionsvertrag 20 …

Afrika im Fokus – neue Chancen für eine wirtschaftsnahe Entwicklungszusammenarbeit?
Gute Ansätze, aber einige bittere Pillen: Der Koalitionsvertrag 2025 setzt neue Impulse für die deutsche Afrikapolitik und Entwicklungszusammenarbeit: wirtschaftsorientierter, strategischer, praxisnäher.
Als Carl Duisberg Gesellschaft e. V. begrüßen wir die angekündigte Öffnung entwicklungspolitischer Instrumente für mittelständische Unternehmen und die stärkere Verknüpfung von Entwicklung, Ausbildung und unternehmerischer Zusammenarbeit.
Afrika wird nicht mehr nur als „Empfänger“ gesehen, sondern als dynamischer Partner – wirtschaftlich, demografisch, geopolitisch.
KMU sollen künftig leichter in afrikanische Märkte einsteigen können – ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Rolle des BMZ als koordinierendes Entwicklungsressort wird gestärkt – das kann Bürokratie abbauen und Wirkung steigern.
Aber: Die geplante Absenkung der ODA-Quote und der Fokus auf Migrationsrücknahme als Bedingung für Kooperation werfen Fragen auf.
Entscheidend wird sein, wie die Umsetzung erfolgt: Wird wirtschaftliche Zusammenarbeit partnerschaftlich gestaltet? Werden KMU wirklich erreicht? Und bleibt genug Raum für Bildung, Teilhabe und zivilgesellschaftliche Projekte?
Wir stehen bereit, unsere Erfahrung in Berufsbildung, Entrepreneurship und internationalem Austausch einzubringen – für eine Entwicklungszusammenarbeit, die auf Augenhöhe wirkt.

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Warum Community Investment Fonds einen wichtiger Teil der Entwicklungszusammenarbeit werden sollten und sie gerade in Afrika eine wichtige aktuelle Lü …

Warum Community Investment Fonds einen wichtiger Teil der Entwicklungszusammenarbeit werden sollten und sie gerade in Afrika eine wichtige aktuelle Lücke schließen könnte.

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Afrika verfügt über enorme Vorkommen an Bodenschätzen – knapp 30 % der weltweit bekannten Mineralreserven liegen auf dem Kontinent. In den letzten Jah …

Afrika verfügt über enorme Vorkommen an Bodenschätzen – knapp 30 % der weltweit bekannten Mineralreserven liegen auf dem Kontinent. In den letzten Jahrzehnten hat der globale Rohstoffhunger (z.B. für Metalle, Seltene Erden, fossile Brennstoffe) zu einem Boom des Bergbaus in Afrika geführt. Begleitet wird dieser durch massive Infrastrukturprojekte – Straßen, Bahntrassen, Pipelines und Stromleitungen – oft finanziert durch ausländische Investitionen, um entlegene Vorkommen auszubeuten​. Dies hat gravierende ökologische Konsequenzen.

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Die CDG Carl Duisberg Gesellschaft e.V. und die Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry haben beschlossen, in Zukunft eng zusammenzuarbe …

Die CDG Carl Duisberg Gesellschaft e.V. und die Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry haben beschlossen, in Zukunft eng zusammenzuarbeiten und gegenseitig Mitglied in ihren jeweiligen Organisationen zu werden. Diese neue Partnerschaft markiert einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung der deutsch-arabischen Wirtschaftsbeziehungen.
Die Ghorfa, als offizielle Vertretung aller arabischen Industrie- und Handelskammern in Deutschland, verfügt über ein weitreichendes Netzwerk in den arabischen Ländern sowie in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 hat sie sich erfolgreich für die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Regionen eingesetzt und ist ein zentraler Ansprechpartner für arabisch-deutsche Wirtschaftsfragen. Mit ihrer engen Zusammenarbeit mit der Arabischen Liga, den arabischen Ministerien und Botschaften sowie deutschen Regierungsinstitutionen bietet die Ghorfa ihren Mitgliedern umfassende Dienstleistungen und Zugang zu hochkarätigen Netzwerken.
Die Carl Duisberg Gesellschaft, bekannt für ihre langjährige Expertise in der internationalen Bildungs- und Entwicklungszusammenarbeit, bringt ihrerseits ein starkes Netzwerk und fundiertes Know-how in den Bereichen Weiterbildung, interkultureller Austausch und internationale Kooperationen ein. Durch die gegenseitige Mitgliedschaft können beide Organisationen ihre Kompetenzen bündeln und Synergien schaffen, um ihre Mitglieder noch besser zu unterstützen.
Diese Kooperation eröffnet neue Möglichkeiten für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und den arabischen Ländern. Sie wird dazu beitragen, innovative Projekte zu fördern, wirtschaftliche Partnerschaften zu stärken und die Zusammenarbeit in Bildung, Wirtschaft und Kultur weiter auszubauen.

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In ihrem Zwischenbericht vom Januar 2025 hat die Kommission „Welt im Umbruch – Deutschland und der Globale Süden“ umfassende Reformen in der Gestaltun …

In ihrem Zwischenbericht vom Januar 2025 hat die Kommission „Welt im Umbruch – Deutschland und der Globale Süden“ umfassende Reformen in der Gestaltung der deutschen Außenpolitik vorgeschlagen.
In einer Zeit globaler Umbrüche und anhaltender Krisen stehen Länder wie Deutschland vor der Herausforderung, ihre internationalen Beziehungen neu zu definieren. Eine Schlüsselrolle bei der Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik spielt die Kommission „Welt im Umbruch – Deutschland und der Globale Süden“, die von der Global Perspectives Initiative ins Leben gerufen wurde.
Amadou, ein junger Unternehmer aus Senegal, steht exemplarisch für die neue Generation im Globalen Süden, die aktiv nach nachhaltigen und gleichberechtigten Partnerschaften mit Ländern wie Deutschland sucht. Mit seiner Start-up-Idee für eine umweltfreundliche Bewässerungstechnologie sucht er nicht nur Investoren, sondern auch technisches Know-how und Marktzugänge, die durch internationale Kooperationen erleichtert werden könnten. Sein Streben nach einer besseren Zukunft ist ein Spiegelbild der Ziele vieler Menschen in seiner Region und unterstreicht die Dringlichkeit einer neuen Herangehensweise in der Entwicklungszusammenarbeit.

Die von der Kommission vorgelegten Empfehlungen plädieren für eine Politik, die über das traditionelle Geber-Nehmer-Verhältnis hinausgeht. Stattdessen soll eine Ära der Partnerschaften eingeläutet werden, die auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen basiert. Zu den zentralen Vorschlägen gehört die Stärkung der multilateralen Zusammenarbeit und die Schaffung von Koalitionen williger Staaten, um schneller auf globale Herausforderungen reagieren zu können.

Die Arbeit der Kommission wird getragen von führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zu den Mitgliedern zählen etwa Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, sowie Joschka Fischer, ehemaliger Bundesminister des Auswärtigen. Ihre Expertise und ihr Engagement sind entscheidend, um die notwendigen Veränderungen in der deutschen Außenpolitik voranzutreiben.
Wirtschaftliche und strategische Neuausrichtung
Neben geopolitischen Aspekten betont der Bericht die Bedeutung wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Deutschland wird dazu aufgerufen, seine Handelsbeziehungen zu intensivieren und private Investitionen im Globalen Süden durch neue Anreize und Sicherheitsgarantien zu fördern. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, nicht nur deutsche Interessen zu sichern, sondern auch zu einer nachhaltigen Entwicklung in den Partnerländern beizutragen.
Die Empfehlungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, kurz vor der Bundestagswahl, und bieten somit eine Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der deutschen Außenpolitik. Durch eine stärkere Einbeziehung der Länder des Globalen Südens und die Förderung gleichberechtigter Partnerschaften kann Deutschland eine führende Rolle in einer gerechteren und nachhaltigeren Weltordnung übernehmen.

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